Wer wird nächste/r Präsident*in Finnlands?

Wahlplakate mit den Kandidantinnen und Kandidaten zur Präsidentschaftswahl 2024

Am Sonntag, dem 28. Januar 2024, findet die erste Runde der finnischen Präsidentenwahl statt. Falls einer der Kandidaten eine Mehrheit für sich gewinnen könnte, dann bräuchte man die zweite Runde am 11. Februar nicht mehr. Was aber sehr unwahrscheinlich ist, weil alles danach aussieht, dass es zur Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten kommt, die die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnten.

Als Bonus habe ich bei allen Kandidaten auch versucht, einige Tatsachen herauszufinden, die in der deutschsprachigen Öffentlichkeit noch weniger bekannt sein sollten. Die finnische Präsidentenwahl ist eine Personenwahl, weil der Präsident viel mehr Kompetenzen aufweist als etwa der deutsche oder österreichische Bundespräsident. Mit der Wahl zum Präsidenten ist das finnische Staatsoberhaupt auch aufgefordert, sein eigenen Parteibuch abzugeben und sich für das Wahl des gesamten Volkes einzusetzen. Daran haben sich die finnischen Präsident*innen in der Regel auch ganz gut gehalten und in Umfragen immer gute Zustimmungswerte erzielt, von denen andere Präsidenten in anderen Ländern nur träumen können. Und gerade weil es eine Personenwahl ist, sind persönliche Eigenschaften auch wichtiger als sonst.

Es stellen sich insgesamt neun Kandidaten zur Wahl, die Infos stammen aus dem deutschsprachigen und finnischsprachigen Wikipedia. Die Zahlen nach dem Namen verweisen auf die Zahl, die der Zufallsgenerator den Kandidaten gegeben hat. Sie sind hier in der Reihenfolge ihrer letzten und vorletzten gemessenen Zustimmung (Kantar Agri 12.–17.1. 2024 und 21.12.23 von Helsingin Sanomat) zu sehen.

  1. 24%, 24%: Alexander Stubb von der (konservativen) Nationalen Sammlungspartei (8).
„Der vereinigende Faktor.“ (seltsamerweise nur auf Finnisch, obwohl Stubb zweisprachig ist)
In der Podiumsdiskussion. Stubbs Idee für junge Leute: eine Stunde am Tag Lesen/Studieren, eine Stunde Sport und eine Stunde soziale Medien.

Stubb wurde am 1. April 1968 in Helsinki geboren und ist ein finnischer Politiker der Nationalen Sammlungspartei. Vom 4. April 2008 bis zum 22. Juni 2011 war Stubb Außenminister (in der Regierung von Vanhanen), vom 29. Mai 2015 bis 22. Juni 2016 war er Finanzminister im Kabinett Sipilä, zuvor war er vom 24. Juni 2014 bis 29. Mai 2015 Ministerpräsident Finnlands. Anschließend war er von 2017 bis 2019 Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank in Luxemburg und ist inzwischen am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz tätig.

Stubb wuchs zweisprachig auf, sein Vater war schwedischsprachig, die Mutter finnischsprachig. Laut Wikipedia spricht er fließend Englisch, Französisch, Deutsch und Italienisch. Er ist daher ein Mann mit nationaler und internationaler Erfahrung. Zu der auch ein Studium in den USA gehört, promoviert hat er über internationale Beziehungen an der London School of Economics.

Stubb sieht sich selbst als liberal und hat sich auch als Feminist geoutet. Er setzt sich für die Rechte von Minderheiten ein, so war er in seiner Zeit als Europa-Abgeordneter stellvertretender Vorsitzender der LGBT-Intergroup des Europäischen Parlaments (siehe auch https://www.thepinknews.com/2008/04/03/finland-appoints-gay-rights-campaigner-as-foreign-minister/). Also garantiert nicht der konservative Politiker, wie man ihn in Mitteleuropa vorfinden würde.

Er ist mit der britischen Anwältin Suzanne Innes verheiratet (die inzwischen auch die finnische Staatsangehörigkeit besitzt) und lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Westend in Espoo. Seine Frau arbeitet bei der finnischen Firma Kone und hat auch nicht vor, ihre Karriere aufzugeben, falls ihr Mann finnischer Präsident werden sollte. Stubbs Leidenschaft gehört neben der Politik auch dem Marathon und dem Triathlon.

Über seine Mutter gehört Stubb zu der Verwandtschaft der Setälä-Familie, die einen der wichtigsten Professoren der finnischen Sprache hervorgebracht hat, E.N. Setälä. E. N. Setälä war u.a. Unterrichtsminister und soll auch für den größten Teil des Wortlauts der finnischen Unabhängigkeitserklärung zuständig gewesen sein.

  • 21 bzw. 22%: Pekka Haavisto von den Grünen (10).
„Weisheit der Erfahrung und des Herzens. Gib deine Stimme für ein geeintes Finnland.“ (in beiden Landessprachen)
In Diskussion. Er vergleicht die USA mit Finnland: In den USA ist man nach fünf Jahren im Land Amerikaner, in Finnland ist man schon in Finnland geboren, zum Teil sind die Eltern schon in Finnland geboren, aber man gilt immer noch als Immigrant. Wir könnten uns in dem Bereich bei den USA ein Vorbild nehmen.

Pekka Olavi Haavisto (* 23. März 1958 in Helsinki) ist ein finnischer Politiker der Partei Grüner Bund und war vom 6. Juni 2019 bis zum 20. Juni 2023 Außenminister der Republik Finnland. Zuvor war er von 1995 bis 1999 Umweltminister und Minister für internationale Entwicklung und von 2013 bis 2014 Minister für internationale Entwicklung. Er stand sowohl 2012 und 2018 schon einmal zur Wahl und verlor beide Male gegen Sauli Niinistö, der jetzt nach seiner zweiten Amtszeit ausscheiden muss.

Sein Studium der Staatswissenschaften an der Universität Helsinki hat Haavisto bis auf den heutigen Tag nicht beendet.

Große Verdienste hat sich Haavisto in der Friedensarbeit erlangt. Von 2005 bis 2007 war er für die EU als Sonderbevollmächtigter an den Friedensgeprächen in Darfur, Sudan, beteiligt. Zudem war er zwischen 2016 und 2019 Präsident des Europäischen Friedensinstituts, wo er die Tradition des finnischen Friedensnobelpreisträgers Martti Ahtisaari hoch hielt.

Haavisto führte über längere Zeit die Meinungsumfragen, mehr als die Hälfte der Bevölkerung (53%) sagte noch im Mai 2023, dass sie sich vorstellen könnten, Haavisto zu wählen.

Haavisto lebt mit seinem Partner Antonio Flores zusammen, den er vor über 20 Jahren in Ecuador kennengelernt hat. Flores ist Unternehmer mit eigenem Friseursalon und hat mittlerweile auch die finnische Staatsangehörigkeit.

Zu Haavistos Unterstützern gehören eine Menge Prominenz. Vom Theologie-Professor über Jasper Pääkkönen (spielte in Spice Lees Film BlacKkKlansman und initiierte mit Antero Vartia zusammen das Projekt Löyly, siehe mein Blog https://claudiashelsinki.com/2021/09/19/loeyly-original-finnisch-saunen-fast-direkt-am-kreuzfahrtanleger-hernesaari/) bis zur samischen Joik-Sängerin Hildá Länsman und Ailu Valle (siehe mein Blog https://claudiashelsinki.com/2019/01/18/exklusiv-interview-mit-ailu-valle-der-erste-samische-rapper/ und https://claudiashelsinki.com/2019/12/28/ailu-valle-gewinnt-den-staatspreis-fuer-die-foerderung-von-kinder-und-jugendkultur/) und der Autorin Sofi Oksanen findet man „Tout Helsinki“ (https://haavisto2024.fi/tukijat/).

Haavisto wurde 2016 wieder Mitglied der evangelischen Kirche. Er ist Vegetarier.  

3) 15% bzw. 13%: Jussi Halla-Aho (5)

„Finnland muss ein sicherer Ort sein. Wähle Hallo-aho zum Präsidenten.“ (nur auf Finnisch!)
Das Publikum lachte, als gerade Halla-aho gefragt wurde, was man denn am besten gegen Verschörungstheorien tun könnte.

Jussi Kristian Halla-aho (* 27. April 1971 in Tampere) ist ein finnischer Slawist und Politiker. Er ist promovierter Kenner des Kirchenslawischen und Mitglied der rechtspopulistischen Partei Perussuomalaiset. Die Übersetzung ist unterschiedlich und immer problematisch als „Basisfinnen“ oder „Wahre Finnen“, manchmal auch „Die Finnen“ – die Frage ist dann, was einen „wahren Finnen“ ausmacht oder warum die anderen sich nicht einmal „Finnen“ nennen dürften. Hallo-Aho war von Juni 2017 bis August 2021 deren Vorsitzender.

Seit 2011 sitzt Halla-aho im finnischen Parlament, nur unterbrochen durch eine Amtszeit im europäischen Parlament. Im Augenblick ist Halla-aho Sprecher des Finnischen Parlaments und hat damit eine der höchsten Funktionen in Finnland inne.

Wegen seiner von vielen als rassistisch angesehenen Aussagen wurde Hallo-aho mehrmals verklagt und 2012 vom Obersten Gerichtshof wegen Störung des Religionsfriedens und Aufhetzen gegen eine Volksgruppe zu einer Geldstrafe verurteilt, nachdem das Verfahren alle Rechtsebenen durchlaufen hatte.

In einer Fernsehsendung, in der die Partner*innen der Präsidentschaftskandidat*innen gefragt wurden, was sie an ihrem Partner ändern würden, war Dr. Hilla Halla-aho (hat Latein und romanische Literatur studiert und promoviert) die einzige, die die Frage mit „nichts“ beantwortete. Was kaum stimmen wird, denn 2017 kam heraus, dass Hallo-aho zusätzlich zu seinen ehelichen vier Kindern 2015 auch noch ein uneheliches Kind in die Welt gesetzt hat und mit der Mutter dieses Kindes seit 8 Jahren ein geheimes Verhältnis aufrecht erhielt. Auf dem Arbeitstisch waren nur die Fotos der vier ehelichen Kinder zu sehen (https://www.iltalehti.fi/politiikka/a/201705262200164944) und er erwähnte in Interviews auch nur diese, was die Mutter seines unehelichen Kindes öffentlich moniert hat. Im Januar 2017 schrieb er auf Facebook: „Mehrere Partner zu haben ist in Finnland ein verbreitetes Phänomen, über das man jedoch kaum spricht.“ („Moniavioisuus on Suomessa erittäin laaja ilmiö, josta ei kuitenkaan puhuta juuri lainkaan.“)

Hallo-aho ist aus der evangelischen Kirche ausgetreten.  Seit 2019 ist er Vegetarier.

3) 12% bzw. 9%: Olli Rehn von der Zentrumspartei (den ehemaligen Bauern) (3).

„Standhaft wie ein Fels. Bewegte (wortwörtlich: „windige“) Zeiten erfordern Stabilität und Sicherheit.“
Rehn in der Diskussion.

Olli Rehn (* 31. März 1962 in Mikkeli) ist ein finnischer Politiker der Zentrumspartei und seit Juli 2018 Gouverneur der finnischen Zentralbank. Von 29. Mai 2015 bis 29. Dezember 2016 war er Wirtschaftsminister im Kabinett Sipilä. Von 2004 bis 2014 war er Mitglied der Europäischen Kommission und 2014/15 Mitglied des Europäischen Parlaments.  Seit Juli 2018 ist er Gouverneur der Finnischen Zentralbank, der Suomen Pankki. In dieser Funktion hat er einen Sitz im Rat der Europäischen Zentralbank.

Er war als Student Mitglied der Landsmannschaft von Savo (Savolainen Osakunta), in der sich die Studierenden aus der Region Savo (zu der auch Mikkeli gehört) organisiert haben und in der ich auch aktiv war.

Er promovierte an der Universität Oxford und hat auch einige Semester in den USA verbracht.

Rehn ist seit 1995 mit der Sachbuchautorin Merja Rehn (zuvor Mäenpää, geb. Hakkarainen) verheiratet, das Paar hat eine 1998 geborene Tochter, Silvia.

Rehn spricht Englisch, Französisch und Schwedisch und versteht Deutsch.

5) 7 bzw. 7%: Li Andersson (2)

„Präsident*in des ganzen Volkes“ heißt ihr Wahlslogan.
Andersson in der Podiumsdiskussion.

Li Sigrid Andersson (* 13. Mai 1987 in Turku) ist eine finnische Politikerin und Vorsitzende der Linksbündnis-Partei. Sie ist außerdem Mitglied des finnischen Parlaments und Stadträtin in Finnlands sechstgrößter Stadt Turku. Sie war früher Vorsitzende der Jugendorganisation ihrer Partei. Von Juni 2019 bis Juni 2023 war sie Bildungsministerin, zunächst im Kabinett Rinne, anschließend im Kabinett Marin.

Li Andersson hat internationales Recht mit Schwerpunkt Menschenrechte studiert, ihr Nebenfach war russische Sprache und Kultur.

In ihrer Zeit als Bildungsministerin war Andersson zwischen dem 17. Dezember 2020 und dem 29. Juni 2021im Mutterschaftsurlaub, im Januar bekam sie eine Tochter.  Ihr Partner ist Juha Pursiainen, ein finnischer Eishockeyspieler, der seine aktive Karriere beendet hat. In den Wahlen zum finnischen Parlament 2019 erhielt Andersson nach Jussi Hallo-aho landesweit die meisten Stimmen.

Anderssons Muttersprache ist Schwedisch und sie ist aus der evangelischen Kirche ausgetreten. Nach eigener Aussage versucht Li Andersson, vegan zu leben.

6) 7 bzw. 5%: Jutta Urpilainen von den Sozialdemokraten (6)

„Damit niemand zurück gelassen wird.“
Urpilainen bekam am häufigsten Applaus. Ihre Aussagen dazu, dass man endlich die Lehrer ihren Job machen lassen sollte und dafür kleinere Klassen brauche, kam beim Publikum natürlich gut an. Sie ist auch für ein Handy-Verbot in der Schule (das bisher aus unergründlichen juristischen Ursachen in den meisten Schulen nicht eingeführt wurde).

Jutta Urpilainen (* 4. August 1975 in Lapua, Südösterbotten) ist eine finnische Politikerin. Von 2008 bis 2014 war sie Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei (SDP) und amtierte von 2011 bis 2014 als Finanzministerin Finnlands. Sie ist EU-Kommissarin für Internationale Partnerschaften in der Kommission von der Leyen.

Urpilainen hat einen Magisterabschluss als Grundschullehrerin.

Jutta Urpilainen ist verheiratet mit Juha Petri Mustonen, der im Außenministerium arbeitet und hat mit ihrem Mann zwei Adoptivtöchter aus Kolumbien.

Sie spricht neben Finnisch auch Schwedisch, Englisch und Deutsch.

Sie ist aktives Mitglied der evangelischen Kirche.

7) 2 bzw. 4%: Mika Aaltola (7)

„Weisheit zu sehen, Mut zum Handeln“
Aaltola rückt noch die Hose zurecht und Andersson schaut auf ihr Mikrofon.

Unabhängiger Kandidat, eher dem konservativen Lager zugehörig. Als Leiter des Finnischen Instituts für Außenpolitik (FIIA – Finnish Institute for International Affairs/ Ulkopolittiinen instituutti) wurde er der finnischen Öffentlichkeit durch seine zahlreichen Interviewauftritte zum Ukraine-Krieg sehr bekannt. Er gilt als ausgewiesener Kenner von Außenpolitik, hat aber selbst keine politische Erfahrung. Seine Doktorarbeit „Rhythm, Exception, and Rule in International Relations: EU and The Case of Mad Cow Disease“ an der Universität Tampere wurde vom Wissenschaftsfonds der Universität als beste Doktorarbeit 1998-1999 ausgezeichnet. Profitiert davon, bei allen Listen mit dem Namen an erster Stelle zu stehen.  

8) 2 bzw. 2%: Sari Essayah von den Christdemokraten (9)

„Das Beste für Finnland“
Wie zu erwarten, war Essayah die einzige, die das Fach Religion als eines der wichtigsten Fächer an der Schule betrachtete.

Sari Miriam Essayah (* 21. Februar 1967 in Haukivuori) ist eine ehemalige finnische Leichtathletin (Weltmeisterin im Gehen 1993) und war Abgeordnete im Europaparlament für die Christdemokratische Partei. Seit 2015 ist sie Vorsitzende der Christdemokratischen Partei und seit Juni 2023 finnische Ministerin für Landwirtschaft und Forsten.

Sie ist Tochter eines marokkanischen Vaters und einer finnischen Mutter.

Sari Essayah hat einen Magisterabschluss in Betriebswirtschaft, Hauptfach Finanzen.

Sie ist Mitglied der Pfingstgemeinde, glaubt an die Schöpfungsgeschichte, wie sie in der Bibel steht und nicht an die Evolution. Sie ist gegen die Homoehe. Sie wohnt in Lapinlahti in der Region Savo in einem Haus auf einem Grundstück, dass die Gemeinde ihr für ihre sportlichen Erfolge geschenkt hat (das macht in Finnland fast jede Gemeinde, die außerhalb der Hauptstadtregion liegt). Sie ist verheiratet mit Robert Knapp und hat mit ihm zwei Töchter, Noora und Nea.

Übrigens lohnt es sich in Finnland fast immer, als ehemaliger Sportler in die Politik zu gehen.

Schon der legendäre Urho Kaleva Kekkonen – mein dritter Cousin vierten Grades – war 1924 Finnischer Meister im Standhochsprung und im Dreisprung und brauchte nur 11,0 Sekunden für die 100 Meter.

Lasse Virén, der legendäre Sieger des 10.000 Meter-Laufs der Olympiade von München, war über 10 Jahre hinweg Mitglied des Finnischen Parlaments (Nationale Sammlungspartei).

Die im finnischen Volksmund als „Havuja perkele Matikainen“ bekannte Marjo Tuulevi Matikainen-Kallström legte ebenfalls bei der nationalen Sammlungspartei eine Karriere als Mitglied des finnischen Parlaments (8 Jahre) und als Mitglied des Europäischen Parlaments (7 Jahre) hin. Sie hat einen Abschluss als Ingenieurin von der damaligen Technischen Universität in Espoo (heute: Aalto-Universität), mein Au-pair-Vater war einer von ihren Professoren. Wem „Havuja perkele“ von meinem Blog bekannt vorkommt, hier die Geschichte dazu, weil der Ausruf Matikainens es auch auf die Liste der „finnischsten Sätze überhaupt“ gebracht hat: https://claudiashelsinki.com/2020/01/10/der-finnischte-satz/. Das Gold der 5km von Obersdorf 1987 ist nur einer ihrer Erfolge.

Ein hervorragendes Beispiel ist auch Juha Mieto, finnischer Langläufer, der in der Zentrumspartei eine Legislaturperiode Mitglied des finnischen Parlaments war. Mieto war der tragische Langläufer, der 1980 in Lake Placid auf der 15 km-Klassik-Strecke um eine Hundertstelsekunde die Goldmedaille an den Schweden Thomas Wassberg verlor.

In den 50er und 60er Jahren hatte fast jeder Politiker eine Vergangenheit als Sportler.

In der jetzigen Regierung gibt es weitere Beispiele: Sari Multala ist Wissenschafts- und Kulturministerin (Nationale Sammlungspartei), bekannt geworden ist sie allerdings als Seglerin, die dreimal Weltmeisterschaftsgold und zweimal Europameisterschaftsgold nach Hause gebracht hat. Das vergisst das finnische Publikum nicht so schnell.

Es gibt noch viele weitere Beispiele, die aber den Rahmen dieses Blogbeitrags sprengen würden.

9) 1 bzw. 1%: Hjallis Harkimo, von der Partei „Liike Nyt“ (= „Bewegung jetzt“) (4)

Hjallis Harkimo braucht wohl keinen Slogan, denn er hat keinen. Sein Gesicht reicht als Programm aus.
Harkimo berichtete über seine Legasthenie. Er sorgte auch für einige Heiterkeit.

Auch er ein Sportler. Er umsegelte 1986 bis 1987 als erster Finne allein die Welt.

Er verfügt über einen Abschluss als Diplom-Ökonom von Hanken, der schwedischsprachigen Eliteschmiede Finnlands. Er ist zweisprachig schwedisch – finnisch.

Später wurde er zu einem erfolgreichen Geschäftsmann, der die finnische Eishockeymannschaft Jokerit managte, bis er sie verkaufte. Harkimo saß für die Nationale Sammlungspartei bereits im Finnischen Parlament, tritt aber jetzt für die von ihm selbst initiierte Bewegung „Liike nyt“ an. Er gilt als Außenseiterkandidat.

Das letzte Wahlkampfpanel aller Kandidat*innen fand einen Tag vor der Wahl am 27.1.2024 im Rahmen der Educa-Messe im Messezentrum Helsinki statt, wo sich alle den Fragen der Journalistin Anna-Stina Nykänen von Helsingin Sanomat stellten. In deutschen Augen wäre das ein nettes Kaffeekränzchen gewesen, aber das wäre ein Thema für einen weiteren Blog. Ich war natürlich für euch da und habe ein paar Fotos gemacht.  

Von links: Aaltola, Andersson, Essayah, Haavisto, verdeckt Aho und Stubb, Harkimo, Rehn und Urpilainen.

Was kann man zusammenfassend sagen?

Man findet viel Know-how rund um Russland (Li Andersson und Jussi Halla-aho) – wir werden das brauchen (ob unbedingt als Präsident, ist die andere Frage). Mehrere Kandidaten eint auch, in den USA studiert zu haben (Alexander Stubb und Olli Rehn). Damit hat man Expertise in beide Richtungen, was für Finnland schon immer wichtig gewesen ist. Als kleines Land muss man einschätzen können, wie sich die großen Player verhalten, und sich darauf einstellen.

Viele Kandidaten haben sich sportlich hervorgetan, wenn auch nicht immer im Leistungssport (Alexander Stubb; Olli Rehn; Hjallis Harkimo) oder gerade dort (Sari Essayah). Oder indirekt als Fan (Li Andersson als Partnerin eines Eishockeyspielers).

Vier der neun Kandidaten haben promoviert. Einer ist Studienabbrecher, alle neun Kandidaten haben Studienfächer studiert, die im weitesten Sinne Kompetenzen verleihen, die für die Führung dieses Amts wichtig sind. Mit Finanzen kennen sich besonders Olli Rehn als Chef der Finnischen Zentralbank, Sari Essayah und Hjallis Harkimo aus, mit Staatswissenschaften Haavisto (zumindest einige Kurse hat er auch als Studienabbrecher hinter sich) und Stubb aus und mit dem östlichen Nachbarn Li Andersson und Jussi Hallo-aho. Als ausgebildete Grundschullehrerin und ehemalige Finanzministerin kann Jutta Urpilainen ganz bestimmt die Grundrechenarten, die man auch als Politiker beherrschen sollte.

Nur einer der Kandidaten war schon einmal Ministerpräsident Finnlands: Alexander Stubb. Nur drei der Kandidaten haben nie ein Ministeramt innegehabt: Jussi Hallo-aho, Mika Aaltola und Hjallis Harkimo.  Und nur einer war noch nicht einmal jemals im finnischen Parlament: Mika Aaltola.

Alle Kandidaten können gut Englisch, was auch im finnischen Fernsehen getestet wurde ( https://www.iltalehti.fi/politiikka/a/2c69937b-9651-40a9-b29c-142e6996d975). Die Bestnote erhielt Alexander Stubb, die schlechteste Performance machte Hjallis Harkimo.

Schwedisch als zweite Landessprache sprechen alle der Kandidaten bis auf Mika Aaltola, ein Drittel sogar als zweite Muttersprache (Li Andersson, Alexander Stubb und Hjallis Harkimo). Damit sind die Schwedischsprachigen bei den Präsidentschaftskandidaten weit über ihrer statistischen Quote von landesweit 5% vertreten, nämlich mit 33%! Und Aaltola kann keine Stimmen der schwedischsprachigen Bevölkerung für sich gewinnen.

Zwei der Kandidaten sprechen Deutsch: Alexander Stubb und Jutta Urpilainen, ein dritter Kandidat versteht Deutsch: Olli Rehn. Damit ist das Deutsche immerhin Fremdsprache Nr. 2 (Schwedisch gilt in der offiziellen Reihung nicht als Fremdsprache, sondern als zweite einheimische Sprache). Das entspricht dem ungefähren Status des Deutschen in Finnland. Mindestens ein Drittel derjenigen, die es gelernt haben, sprechen es nicht oder wollen es nicht sprechen, so wie Olli Rehn. Aus der Perspektive sollten Freunde des Deutschen entweder Alexander Stubb oder Jutta Urpilainen wählen, denn nur Menschen, die Deutsch gelernt haben, sehen die Sinnhaftigkeit in diesem Unterfangen, alle anderen glauben, dass es auch ohne geht und wollen dementsprechend für diesen Bereich auch keine Gelder locker machen…

Zwei der Kandidaten sprechen Französisch, Alexander Stubb und Olli Rehn.

Mit weiteren Sprachen punktet nur Alexander Stubb, der durch seine Zeit als Professor in Florenz auch noch Italienisch zu seinem Sprachportfolio hinzugefügt hat.

Damit dürfte klar sein, wer eindeutiger Favorit meiner Schweizer Blogleser sein dürfte: Alexander Stubb, weil sich jeder Schweizer in seiner eigenen Sprache mit ihm unterhalten könnte, wenn man mal von den Rätoromanen absieht…

Zwei der Kandidaten sprechen Russisch: Li Andersson und Jussi Halla-aho.

Auch haben wir zwei ehemalige EU-Kommissare dabei, Olli Rehn und Jutta Urpilainen, die beide Erfahrungen aus Brüssel mitbringen, sowie drei ehemalige Abgeordnete des Europäischen Parlaments, Alexander Stubb, Sari Essayah und Jussi Halla-aho.

Zwei der Kandidaten sind Vegetarier, eine weitere versucht, vegan zu leben. Die Vege-Fraktion stellt also ein Drittel der Kandidaten dar!

Zwei der Kandidaten kommen aus der Region Savo: Olli Rehn und Sari Essayah.

Die historische Entwicklung der Zustimmung zeigt, dass Haavisto an Stimmen verloren hat und Jussi Hallo-aho gewonnen. Das wiederum könnte einige Finnen veranlassen, jetzt taktisch zu wählen. Einerseits, um unbedingt ihren Kandidaten an die zweite Stelle zu bringen oder andererseits, um jemanden an der zweiten Stelle zu verhindern. Insbesondere traditionell sozialdemokratisch oder links Wählende könnten sich jetzt für Haavisto entscheiden, damit Jussi Hallo-aho an zweiter Stelle verhindert wird. Auf jeden Fall wird es sehr spannend, weil bei allen Umfragen es meistens Fehlermarginalen von zwei Prozent gibt – den entscheidenden zwei Prozent!

Einer der Kandidaten ist bereits rechtskräftig vom Obersten finnischen Gerichtshof verurteilt worden, Jussi Hallo-aho, der gleichzeitig auch der Einzige ist, der öffentlich im Ehebruch lebt – wem’s gefällt, der kann ihn ja gerne wählen. Ich jedenfalls nicht.

Falls du also in Finnland das Wahlrecht hast, dann hoffe ich, dass ich mit dieser Zusammenstellung dir geholfen habe, eine Entscheidung zu treffen. Falls du in Finnland nicht wählen gehst oder gehen kannst, dann hast du einen guten Eindruck erhalten, wer bei uns (fast) Präsident(in) geworden wäre, wenn es dann eine(r) am Ende wird.

PS Wegen der einfacheren Lesbarkeit habe ich nicht an allen Stellen die weiblichen Formen hinzugefügt, aber an vielen.

Zum Schluss konnte ich Haavisto noch für einen Schnappschnuss erwischen.
Und hier ein Selfie mit Antonio Flores, Haavistos Ehemann.

4 Gedanken zu “Wer wird nächste/r Präsident*in Finnlands?

  1. im Email sind die Vaali Plakaatit alle 90° verdreht, hier passt es ja!

    Kannst du uns mal erklären wie die Finnen dieses sinnbefreite Gendern machen und was der Alla-aho von diesem Kram hält?

    • Hallo Jkorner,
      dein Kommentar zeigt, dass du das Finnische nicht kennst, aber der Unkenntnis kann ich ja nachhelfen. Das Finnische braucht kein Gendern, weil 99,9% aller Personenbezeichnungen sowieso genderneutral sind und gleichzeitig beide Geschlechter meinen. Außerdem gibt es keine grammatikalischen Geschlechter und das Personalpronomen der dritten Person Singular ist geschlechtsneutral, „hän“ bedeutet sowohl „er“ als auch „sie“. Die wenigen Wörter, die nur ein Geschlecht bezeichneten, bei zum Beispiel „Feuerwehrmann“ (palomies) hat man sich geeinigt, dass die Berufsbezeichnung jetzt „pelastaja“ heißt, übersetzt „Retter bzw. Retterin“, weil es auch mehr dem modernen Beruf entspricht, dass diese Personen nicht nur bei Feuer helfen, sondern auch bei anderen lebensbedrohlichen Situationen. Leider habe ich nirgendwo gesehen, ob Halla-aho auch nur über rudimentäre Deutschkenntnisse verfügen würde, in der Regel ist das ein Zeichen, dass man kein Deutsch kann, wenn man es nicht erwähnt. Er kann halt sehr gut Russisch, inklusive Altrussisch. Insofern ist völlig offen, was Halla-aho „von diesem Kram“, wie du es nennst, hält. Die Art, wie er seine Familie inklusive seiner Geliebten mit Baby behandelt, lässt allerdings Rückschlüsse zu, dass er es mit der Gleichberechtigung nicht so hat – man stelle sich mal vor, eine Frau würde das machen, ein Doppelleben mit Geliebtem und weiterem Kind führen. Alle merken, wie wahnwitzig diese Vorstellung ist und wie schnell diese Frau von allen verurteilt werden würde. Beim Mann scheint es nicht ganz so schlimm zu sein – es ist aber tatsächlich exakt dasselbe. Es gibt übrigens ganz eindeutige Forschung darüber, dass Frauen sich nicht angesprochen fühlen, wenn nur die männlichen Formen erwähnt werden und sich zum Beispiel die Anzahl der Bewerbungen von Frauen erhöhen, wenn man sie auch sprachlich berücksichtigt, das Alles kann man nicht mit dem Lächerlichmachen von Gendern beiseite wischen. Falls du jemals eine Tochter hättest – würdest du sie auch gerne auf bestimmte Berufe einschränken und ihr schon mit der Sprache klarmachen, dass sie auf keine Fall etwas werden kann, weil „sie nur ein Mädchen ist“?

  2. Was hat die Tatsache, dass jemand ein uneheliches Kind hat, mit Leben im Ehebruch zu tun ? Ist es korrekt, anzuzeigen, wer Mitglied der evangelischen Kirche ist? Könnte ja auch Muslim oder Katholik sein. Auch Frau President Tarja Halonen war nicht Mitglied der evang.Kirche während ihrer Amtszeit! Auch die Pfingstgemeinde ist ein Teil der finnischen evang.Kirche, wie die Evangelisten, Lestadiolaiset, Körttilaiset und Viideslaiset. Dein Text ist sehr subjektiv und nicht geeignet, auf das Wahlgeschehen einzeler finnischer Bürger Einfluss zu nehmen.

    • Hallo Dieter,
      dein Beitrag gehört veröffentlicht, weil er auf interessante Weise doppelte Moral erkennen lässt und auch einige Ungenauigkeiten enthält.
      Einerseits verteidigst du Jussia Halla-aho, andererseits religiöse Sonderbewegungen, die garantiert das nicht gutheißen, wie er sich verhalten hat. Ähnelt ein wenig dem was in den USA abgeht: Die Evangelikalen wollen einen Präsidenten, der nicht einmal einen einzigen Vers aus der Bibel auswendig kann und im übrigen ein Ehebrecher in Serie ist (ja, da bin ich konservativ, was das angeht).

      Aber eins nach dem anderen: Nirgendwo im Beitrag habe ich erwähnt, dass ein uneheliches Kind mit Leben im Ehebruch zu tun hat. Halla-aho könnte das Kind gezeugt haben in dem Bewusst sein, dass die Mutter verhütet hat, ihn aber belogen hat (soll passieren) und/oder die Verhütung versagt hat und dann kann es ja sogar ein Zeichen von Moral sein, die Mutter dann nicht zum Abbruch zu nötigen. Aber selbst wenn es so passiert wäre, dann passt der Rest der Geschichte nicht dazu: Warum steht er dann nicht zu seinem unehelichen Kind, erzählt öffentlich, er habe vier Kinder und hat im Büro nur die Fotos der vier ehelichen? Das ist feige und zutiefst ungerecht dem Kind gegenüber – was meinst du, wenn du in dem Bewusstsein aufwächst, dass dein Vater dich jahrelang verleugnet hat? Das ist unmoralisch und dem Kind gegenüber einfach nur gemein. Was das Ganze aber besonders verwerflich macht, ist die Kombination mit seiner Aussage über die Vielehe (das finnische Wort „moniavoisuus“ bezieht sich EINDEUTIG auf die juristische Ehe mit mehreren Partnern!). Halla-aho scheint diese zu befürworten. Wie hat er sich das vorgestellt? Muss man den oder die bestehenden Partner vorher um Erlaubnis fragen oder nicht? Eventuell nicht, wie sein eigenes Beispiel zeigen könnte (selbstverständlich wissen wir nicht, ob er seine Frau vorher um Erlaubnis gebeten hat, nach menschlichem Ermessen kann man sich das aber kaum vorstellen). Im schlimmsten Fall möchte er das, was diejenigen leben, die er als „Ungeziefer“ bezeichnet hat: Muslime, die eine zweite Frau heiraten können, ohne das die erste um Erlaubnis gefragt werden muss. Mal ganz davon abgesehen, dass die Power-Zustände in solchen Gesellschaften es den Frauen ja gar nicht ermöglichen, „nein“ zu sagen! Ich möchte keinen Präsidenten haben, der solche Moralvorstellungen auch nur ansatzweise vertritt. Und ja: Bei dir steht der Schutz der Privatsphäre ja über allem, er ist ein hohes Gut, aber da gibt es auch andere Güter, die man in die Wagschale legen muss, wie das Recht der Wähler*innen, die Kandidat*innen gut kennenlernen zu können, also nicht die Katze im Sack zu wählen. Die Präsidentenwahl in Finnland ist eine Personenwahl und da muss sich jeder Kandidat gefallen lassen, dass man ihn auch mit seinem persönlichen Leben unter die Lupe nimmt, übrigens auch inklusive seiner religiösen Haltung. Ja, es ist korrekt, dass anzuzeigen. Wenn jemand nichts dazu sagen möchte, dann kann er es ja ablehnen, sich dazu zu äußern. Ich persönlich will zum Beispiel weder einen Pfingstler noch einen Lestadianer (Sipilä, nein danke!) und auch keinen Muslim (dito, nein danke) als Präsidenten. Ich habe aber keine Probleme mit Atheisten oder Evangelischen/Lutheranern. Übrigens bezeichnet man im Deutschen mit „Evangelist“ die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Die finnischen Pfingstgemeinden sind eigenständige Gemeinden, die meisten der Mitglieder sind nicht Mitglieder der evangelischen Gemeinde. Sie haben sich oft in Vereinen organisiert. Sie gehören zu den religiösen Sonderbewegungen und haben mit ihren Dogmen schon viel Leid verursacht. Zum Beispiel werden die Mitglieder genötigt, früh zu heiraten, weil man Sex vor der Ehe ablehnt. Da wird einem dann bei jedem Gottesdienst nahegelegt, die Verlobte doch endlich (nach einem halben Jahr Zusammensein) zu heiraten, weil sonst die Gefahr der „Sünde“ steige. Jede Menge Paare haben auf die Art und Weise viel zu früh geheiratet. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs, du kannst dich gerne auf der Seite https://www.uskontojenuhrientuki.fi/ informieren, ein Verein, in dem sich die Opfer von religiösen Sonderbewegungen organisiert haben. Im Augenblick wird immer mehr klar: je religiöser und extremer, desto mehr Dreck am stecken, ein Missbrauchsskandal jagt den nächsten, selbst die evangelische Kirche ist nicht davon verschont, wie wir jetzt in Deutschland erleben. Und über die Lestadianer, die du so nebenbei erwähnst, für den deutschsprachigen Leser nur die Info, dass in dieser religiösen Sonderbewegung die Verhütung komplett verboten ist und Frauen – selbst wenn ihr eigenes Leben in Gefahr ist – verboten ist, zu verhüten. Das sind keine harmlosen Bewegungen, die haben schon Menschenleben auf ihrem Konto. – Ja, Blogs sind übrigens immer sehr subjektiv, es handelt sich ja nicht um einen Wikipedia-Eintrag oder einen Artikel in einer Tageszeitung. Und: Ich traue den einzelnen finnischen Bürgern sehr wohl zu, sich selbst so gut zu informieren, dass sie eine gute Entscheidung für sich treffen. In der Hauptsache schreibe ich meinen Blog allerdings deutschsprachige Leser*innen, die ein gewisses Interesse für Finnland aufbringen und für die der Blog einen Informationswert hat.

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