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Wie ich in Finnland über die Runden komme – 10 Tipps und Tricks (auch gerne für finnische Neubürger)

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Manche Gäste sind nach einem Bummel über den Marktplatz von Helsinki so entsetzt, dass sie mich fragen, wie es denn möglich sei, bei diesen Preisen über die Runden zu kommen. Da dieses vor allem bei den bundesdeutschen Gästen ein beliebtes Thema ist, dachte ich mir, dass ich hier mal einen Blog dazu schreiben sollte.

Zunächst einmal sollte gleich erwähnt werden, dass vielen Deutschen nicht bewusst ist, dass Deutschland wirklich das günstigste Land der EU ist (wenn man mal von Rumänien oder Bulgarien absieht, die aus Kostengründen für die wenigsten eine Alternative darstellen). Insgesamt findet sich sogar eine ziemlich Jammermentalität über zu hohe Preise, gerne wird dann alles auf den Euro abgeschoben. Dabei wird natürlich komplett vergessen, dass wir auch ohne den Euro Inflation gehabt hätten, und wahrscheinlich sogar noch eine höhere als jetzt, aber niemand kann dieses beweisen…

So, genug der Spekulationen, hier also meine Tipps und Tricks:

Die meisten Menschen schaffen es, immer alles Geld auszugeben, das hereinkommt. Deswegen muss man sich auch Gedanken über die Ausgabenseite machen, ob man wirklich für das investierte Geld auch eine Verbesserung der Lebensqualität erhält. Daher bin ich bei der Ausgabenseite zu den folgenden Konsequenzen gekommen:

Die typischen – 30%-Aufkleber für Waren, die dann ab 21.00 Uhr für -60% verkauft werden

Hier auch noch ein ganz wichtiger Tipp besonders für Mitteleuropäer, die größere Wohnungen und mehr Quadratmeter gewohnt sind: die Quadratmeter im finnischen Hauptstadtbereich sind sehr teuer, in Helsinki liegen sie bei über 5000 Euro, in Espoo bei circa 4000 und in Vantaa bei circa 3000. Es lohnt sich also wirklich, sich genau zu überlegen, ob man wirklich das eine Zimmer mehr als Gästezimmer braucht, wenn dieses bei 10 Quadratmetern eine Mehrausgabe von 50.000 Euro bedeutet! Für das Geld kann man seine Freunde aus Deutschland, die dann am Ende doch nur alle drei Jahre kommen, auch gut und gerne einige Tage im Hotel unterbringen. Man muss nicht mit 80 Quadratmetern beginnen weil das die Quadratmeteranzahl ist, die man von Deutschland her gewohnt ist. Und es lohnt sich, bei den Möbeln und den Stauraumlösungen seine Phantasie einzuschalten, das etwas teurere Möbel, das mehrere Funktionen hat, ist am Ende wesentlich billiger als eine größere Wohnung. Und am Ende kommt es natürlich nicht darauf an, was man besitzt, sondern wie glücklich man ist!

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